Kollegiumsfahrt nach Moldawien – April 2017

  

„Travel is the only thing you buy that makes you richer.“ (Übersetzung – Reisen stellt den einzigen Schatz dar, der Menschen tatsächlich reicher macht.) Das war einer der Gründe, warum sechs Kolleginnen und Kollegen samt Schulleiter Herrn Henke an der Spitze sich auf das Abenteuer Moldawien einließen. Einen weiteren Grund stellte das Kennenlernen der Partnerschule in Moldawien dar sowie das Anbahnen einer partnerschaftlichen Beziehung auf Augenhöhe mit dem örtlichen Gymnasium „Liceul teoretic Onisifor Ghibu“ der Stadt Orhei, deren Folge ein reger Schüleraustausch sein wird.

Das Abenteuer begann am 6. April 2017 um 5 Uhr morgens. Vom Lehrerparkplatz der GHS Herderschule ging es mit dem Kleinbus nach Hamburg. Der Flug von Hamburg nach Chisinau (Hauptstadt Moldawiens) war  voller Turbulenzen, wurde aber auch von der harten Landung sowie dem Abbruch des Startes auf der zweiten Etappe in Warschau gekrönt.

Das Abendessen in einem besonderen, stilvoll eingerichteten Restaurant in der Hauptstadt stimmte uns glücklich, dafür ließ das Hotel bei uns Heimweh aufkommen, denn man vermisste das schöne und bequeme Zuhause.

 

Am nächsten Morgen folgte der überwältigende Empfang durch die Partnerschule. Alle Schüler und Schülerinnen mit den Lehrkräften standen draußen im verregneten Morgen und warteten fähnchenschwingend auf uns. Dieser Moment konnte keinen kalt lassen, mir selbst standen Tränen in den Augen, da ich nicht damit gerechnet hatte, dass uns ein solch toller Empfang mit Brot und Salz zuteil wurde. Die darauffolgenden Aktivitäten bescherten uns weitere Glücksmomente, bewegten uns emotional sehr und rührten alle zu Tränen.


Der Nachmittag brachte uns dieses kleine Fleckchen Erde ebenfalls ein Stück näher, da wir uns bei eisigen Temperaturen das Freilichtmuseum OHEIUL VECHI und ein Felsenkloster ansahen.

 

Am zweiten Tag besichtigten wir eine bekannte Weinfabrik sowie das Historische Museum in Chisinau.  Moldawien ist durch seine Weine bekannt, ein Grund warum, es eine Großzahl an Weinkeller und Weingüter gibt, die als Touristattraktionen ein Muss auf dem Reiseprogramm sind.

Am Sonntag fuhren wir gemeinsam mit dem Kollegium des moldauischen Gymnasiums zu einem Bergkloster, verbrachten dort eine tolle Zeit zusammen und nutzten die Gelegenheit, uns näher kennenzulernen.

 

Am Montag (10.04.17) hospitierten wir in einer Geschichts- sowie einer Englischstunde in der 10. Klasse. Beim Runden Tisch mit Schülerinnen und Schülern erhielten wir einige Ideen für gemeinsame Projekte als Ziel für die Arbeit während des zukünftigen Schüleraustausches.

Der Empfang bei dem Bezirkspräsidenten sowie bei dem lokalen Schulamt lieferte uns Informationen über den Kreis Orhei sowie den Aufbau des moldauischen Schulsystems.


Am Dienstag (11.04.17) besichtigten wir eine Dorfschule, die von der dortigen Amerikanischen Botschaft unterstützt wird, um Vergleiche zwischen einer Dorf- und einer Stadtschule ziehen zu können. Der Besuch bei der Deutschen Botschaft in Moldawien sowie die Besichtigung des Weingutes MIMI, der von einem der letzten Herrschern Moldawiens Konstantin MIMI errichtet wurde, rundeten unsere Reise ab. Müde, aber voller Eindrücke und reich an Erfahrungen, begaben wir uns am Mittwoch nach Chisinau zum Flughafen, um die Heimreise anzutreten.

    

Diese Reise machte mich um mehrere Erfahrungen reicher, denn die Erkenntnisse, die ich dabei gewann, kann man für kein Geld der Welt kaufen, nämlich, dass wir ein großartiges Kollegium sind, das nicht nur gute Leistungen erbringt, sondern auch weiß, wie es entspannen und das Leben genießen kann. Dafür möchte ich mich bei meinen Mitreisenden  für die schöne und unvergessliche Zeit bedanken.

 

 

  http://liceul-onisifor-ghibu-orhei.herokuapp.com/

 


Text und Fotos: Irina Selig